Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Bolon</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bolon"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Bolon rootpage-Bolon skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Bolon</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Bolon</b> (<a href="Bambara" title="Bambara">Bambara</a> in <a href="N%E2%80%99Ko" title="N’Ko">N’Ko</a>-Schrift ߓߐ߬ߟߐ߲), auch <i>bolon bata, bolombata, bolombato, bulumbata,</i> ist eine Steg<a href="Harfe" title="Harfe">harfe</a> oder Harfen<a href="Lauteninstrument" title="Lauteninstrument">laute</a> mit drei oder vier Saiten in <a href="Westafrika" title="Westafrika">Westafrika</a>, die unter anderem von den <a href="Mandinka" title="Mandinka">Mandinka</a> in <a href="Gambia" title="Gambia">Gambia</a>, <a href="Guinea" title="Guinea">Guinea</a> und <a href="Mali" title="Mali">Mali</a>, ferner von den <a href="Fulbe" title="Fulbe">Fulbe</a>, den <a href="Senufo_(Volk)" title="Senufo (Volk)">Senufo</a> in Mali und der <a href="Elfenbeink%C3%BCste" title="Elfenbeinküste">Elfenbeinküste</a> sowie von den <a href="Susu" title="Susu">Susu</a> und <a href="Kissi_(Volk)" title="Kissi (Volk)">Kissi</a> in Guinea und <a href="Sierra_Leone" title="Sierra Leone">Sierra Leone</a> gespielt wird. Von anderen westafrikanischen Harfen mit einem <a href="Kalebasse" title="Kalebasse">Kalebassen</a>-Resonanzkörper und einer gebogenen Halsstange wie der 21-saitigen <i><a href="Kora_(Musikinstrument)" title="Kora (Musikinstrument)">kora</a></i> und der siebensaitigen <i>simbi</i> unterscheidet sich die <i>bolon</i> durch eine <a href="Rassel" title="Rassel">Rasselplatte</a> aus Blech am oberen Ende des Saitenträgers. Wegen ihrer einfachen Konstruktion wird die <i>bolon</i> an den mutmaßlich entwicklungsgeschichtlichen Anfang der Stegharfen gestellt.
</p><p>Die Stegharfen haben unterschiedliche traditionelle Verwendungsbereiche. Die <i>bolon</i> gehört zu den „Kriegerharfen“, die von „Jägerharfen“ und den Begleitinstrumenten der <a href="Griot" title="Griot">Griots</a> abgegrenzt werden. Saiten und Korpus wurden in vorkolonialer Zeit für die Krieger im Umfeld des Herrschers rhythmisch geschlagen, heute begleitet das Bassinstrument hauptsächlich Tanzaufführungen und Lieder.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herkunft_und_Verbreitung">Herkunft und Verbreitung</h2></div>

<p>Harfen sind als Saiteninstrumente klassifiziert, bei denen die Saitenebene senkrecht zur <a href="Decke_(Saiteninstrument)" title="Decke (Saiteninstrument)">Decke</a> des Resonanzkörpers verläuft, und Bogenharfen sind die ursprünglichste Form dieser Instrumentenklasse, deren aus dem schalenförmigen Resonanzkörper herausragende Halsstange mit diesem eine durchgängig gekrümmte Linie bildet. Zwar wird die <i>bolon</i> verschiedentlich, manchmal auch in der Fachliteratur als „Bogenharfe“ bezeichnet,<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> dies ist jedoch wegen der völlig anderen Position der unteren Saitenbefestigung bei der nur in Westafrika vorkommenden Gruppe der Stegharfen unzutreffend. Die Saiten sind bei Harfen generell an einer Saitenhalterleiste befestigt, die unter der Decke parallel zu den Längsseiten des Resonanzkörpers angebracht ist. Bei den Stegharfen hingegen führen die Saiten vom oberen Bereich der Halsstange über einen senkrecht auf der Decke aufgestellten Steg bis zu einem Befestigungspunkt am unteren Korpusrand. Senkrechter Steg oder parallele Leiste ist das wesentliche Unterscheidungskriterium zwischen westafrikanischen Stegharfen und den übrigen afrikanischen Harfen. Die Gemeinsamkeit zwischen beiden Harfentypen ist die senkrechte Anordnung der Saitenebene zur Decke im Unterschied zu <a href="Lauteninstrument" title="Lauteninstrument">Lauten</a>, deren Saitenebene parallel über die Decke hinweg verläuft. Wegen des wie bei Lauten senkrecht aufgestellten Stegs ist auch die <a href="Klassifizierungen_von_Musikinstrumenten#Moderne_universale_Klassifizierungen" title="Klassifizierungen von Musikinstrumenten">Klassifizierung</a> als „Harfenlaute“ üblich.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Da die Saiten hinter dem Steg an der durch den Resonanzkörper gesteckten und unten ein wenig herausragenden Halsstange befestigt sind, stehen die Stegharfen in dieser Hinsicht mit den im islamischen Nordafrika verbreiteten Spießlauten wie der <i><a href="Ribab" title="Ribab">ribab</a></i> in Marokko und der <i><a href="Goge" title="Goge">goge</a></i> in Nordnigeria in Beziehung.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die grundsätzliche Unterscheidung zwischen Stegharfen und Harfen stellt bereits <a href="Bernhard_Ankermann" title="Bernhard Ankermann">Bernhard Ankermann</a> (1901) deutlich heraus, indem er zwischen seiner dritten Gruppe der Saiteninstrumente (Spießlauten und Halslauten) und seiner fünften Gruppe (Bogenharfen) eine vierte – namenlose – Gruppe für die Stegharfen klassifiziert.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Erst mit der <a href="Hornbostel-Sachs-Systematik" title="Hornbostel-Sachs-Systematik">Hornbostel-Sachs-Systematik</a> von 1914 wurde der Begriff „Harfenlauten“ (323) als Gattungsname eingeführt und später von <a href="Klaus_Wachsmann" title="Klaus Wachsmann">Klaus Wachsmann</a> und anderen Musikethnologen übernommen. Roderic Knight (1971)<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wendet sich gegen die Benennung „Harfenlaute“ (englisch <i>harp-lute</i>), weil er der für eine Harfe typischen Spieltechnik mehr Bedeutung zumisst als <a href="Musikinstrumentenkunde" title="Musikinstrumentenkunde">organologischen</a> Merkmalen und deshalb den Begriff „Stegharfe“ (<i>bridge-harp</i>) vorschlägt.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Musiker zupft die Saiten wie bei Harfen mit den Händen von beiden Seiten.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ein gutes Dutzend Stegharfen sind entlang der westafrikanischen Atlantikküste von <a href="Senegal" title="Senegal">Senegal</a> bis <a href="Benin" title="Benin">Benin</a> und im Norden bis in die <a href="Sudan_(Region)" title="Sudan (Region)">Sudanregion</a> verbreitet.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Abgesehen von der unterschiedlichen Konstruktion, das Verbreitungsgebiet der afrikanischen Bogenharfen überschneidet sich nicht mit dem der Stegharfen. Ein gemeinsames Vorkommen ergäbe keinen Sinn, weil beide Konstruktionen eine gleichermaßen praktikable Lösung für den Wunsch bieten, die Saitenzahl zu erhöhen. Die Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. im <a href="Altes_%C3%84gypten" title="Altes Ägypten">Alten Ägypten</a> aufgetauchte Bogenharfe gelangte im 1. Jahrtausend n. Chr. den Nil aufwärts bis in seine heutigen Zentren in Ostafrika (darunter die <i><a href="Ennanga" title="Ennanga">ennanga</a></i> in Uganda und die <i><a href="Kundi_(Harfe)" title="Kundi (Harfe)">kundi</a></i> im Kongo) und auf einer anderen Route bis zum <a href="Tschadsee" title="Tschadsee">Tschadsee</a>, aber nicht nach Westen darüber hinaus.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Westafrika kommt neben den Stegharfen einzig die mauretanische Winkelharfe <i><a href="Ardin_(Harfe)" title="Ardin (Harfe)">ardin</a></i> vor.
</p><p>Die <i>bolon</i> ist typisch für die Gruppe der Stegharfen, deren bekannteste Vertreterin die <i><a href="Kora_(Musikinstrument)" title="Kora (Musikinstrument)">kora</a></i> ist. Die Benennung als „Harfe“ erfolgte aus instrumentenkundlichen Überlegungen und wurde wohl durch den bei manchen Typen leicht gebogenen Saitenträger begünstigt, der zunächst an eine Harfe erinnert, aber die Herkunft verdeckt. Sie erlaubt auch keine Rückschlüsse auf einen gemeinsamen Ursprung der afrikanischen Bogenharfen und Stegharfen, deren Entwicklung nicht nur räumlich unabhängig verlief. Wahrscheinlich entstanden die Stegharfen aus den in derselben westafrikanischen Region verbreiteten Binnenspießlauten mit ein oder zwei Saiten, die über einen kleinen Steg parallel zur Decke verlaufen und nach alter Tradition am oberen Ende des Saitenträgers an einer Schnurschlaufe befestigt sind. Altertümliche Vertreter der Binnenspießlauten sind die <i><a href="Xalam" title="Xalam">xalam</a></i> in Senegal und Gambia sowie die <i><a href="Keleli" title="Keleli">keleli</a></i> im Tschad (siehe dort jeweils zur Herkunft dieses Instrumententyps). Eine Möglichkeit, um die Saitenzahl an den Spießlauten deutlich zu erhöhen, bot der senkrecht auf die Decke gestellte Steg, an dessen Seite die Saiten über in unterschiedlicher Höhe angebrachte Kerben oder durch Löcher geführt werden. So ergibt sich eine oder bei Kerben auf beiden Seiten des Stegs eine doppelte senkrechte Saitenebene. Inwiefern dieser Kerbsteg mit demselben senkrechten Steg der Kerbstegzither <i><a href="Mvet" title="Mvet">mvet</a></i> in Kamerun in Verbindung steht, ist unklar. Die Kerbstegzither ist eine Entwicklung, um an einem geraden Musikstab mehrere Saiten unterzubringen. Während afrikanische Bogenharfen selten mehr als acht Saiten besitzen, lassen sich die Stegharfen mit wesentlich mehr Saiten ausstatten. Die <i>bolon</i> gehört zu den frühen einfachen Formen der Stegharfen mit bis zu sechs Saiten. Bei allen traditionellen Stegharfen bis hin zur deutlich aufwendiger konstruierten <i>kora</i> mit 21 Saiten blieb die von den Spießlauten übernommene obere Saitenbefestigung an Schnurschlingen erhalten. <a href="Gerhard_Kubik_(Musikethnologe)" title="Gerhard Kubik (Musikethnologe)">Gerhard Kubik</a> (1989) hält wegen der Entstehungsgeschichte die Bezeichnung „Harfe“ für irreführend.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p>Der Resonanzkörper der <i>bolon</i> besteht wie bei der <i>kora</i> und den meisten Stegharfen aus einer großen runden <a href="Kalebasse" title="Kalebasse">Kalebasse</a>. Zu diesem Typus gehört die <i>donso ngoni</i> (auch <i>dunsu nguni, dounsoukoni</i>) in der Region Wassoulou im Süden von Mali, die mit sechs Saiten in zwei Saitenebenen und einem Rasselblech am oberen Ende des geraden Saitenträgers der <i>bolon</i> am ähnlichsten ist. Der Name „Jäger-Laute/Harfe“ (aus <a href="Bambara" title="Bambara">Bambara</a> <i>donso</i>, „Jäger“, und <i><a href="Ngoni" title="Ngoni">ngoni</a></i> für eine Laute oder Stegharfe) kennzeichnet den Verwendungsbereich. Die „Jägerharfen“ in Mali, einschließlich der <i>donso ngoni</i> und der <i>simbi</i> der <a href="Malinke" title="Malinke">Malinke</a>, gehören zu einer mutmaßlich bis in prähistorische Zeit zurückreichenden Tradition der Jägergesellschaften südlich der Sahara. Die <i>bolon</i> zählt zur gesonderten frühen Gruppe der „Kriegerharfen“ und beide werden von den Harfen der <a href="Griot" title="Griot">Griots</a> unterschieden.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die sieben <a href="Heptatonik" title="Heptatonik">heptatonisch</a> gestimmten Saiten der <i>simbi</i> sind nicht wie bei der <i>kora</i> in zwei parallelen Ebenen, sondern in einer Ebene angeordnet. Nahe verwandt ist die <i>simbing(o)</i> (auch <i>esimbin</i>) der Maninke, die bei den <a href="Diola" title="Diola">Diola</a> <i>furakaf</i> heißt und fünf <a href="Pentatonik" title="Pentatonik">pentatonisch</a> gestimmte Saiten besitzt.
</p><p>Manche Stegharfen lassen sich dem magisch-mythischen Bereich zuordnen, etwa die <i>gingiru</i> der <a href="Dogon" title="Dogon">Dogon</a>, die mit ihren drei Saiten, die durch in einem Dreieck angeordnete Löcher im Steg verlaufen, eher einer Schalenspießlaute entspricht.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der komplexen <a href="Afrikanische_Kosmogonie#Welt_der_Dogon_I" title="Afrikanische Kosmogonie">Kosmogonie der Dogon</a> soll die Korpusschale das Himmelsgewölbe und die Decke die Erde darstellen, aus der als akustische Entsprechung (vier – weil für die Symbolik vier Saiten benötigt) tiefe Töne herauskommen.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zum Instrumentarium der Kaste der Preisliedsänger (Griots, in <a href="Mande-Sprachen" title="Mande-Sprachen">Mande-Sprachen</a> <i>jali</i> oder <i>jeli</i>) gehören neben der <i>kora</i> die <i>konimesin</i> in <a href="Oberguinea_(Guinea)" title="Oberguinea (Guinea)">Oberguinea</a>, die aus einem mit Haut bespannten Holzkasten, einem gebogenen Saitenträgerstab und vier Saiten besteht. Griots, die mit Jägern herumzogen, spielten früher auch die <i>donso ngoni</i>. Einen ebensolchen rechteckigen Korpus aus Holzbrettern mit einer Hautdecke und traditionell 6, heute auch 14 Saiten besitzt die <i><a href="Seperewa" title="Seperewa">seperewa</a></i>, früher <i>sanku</i>, der <a href="Akan" title="Akan">Akan</a>, vor allem der <a href="Aschanti_(Volk)" title="Aschanti (Volk)">Aschanti</a> in <a href="Ghana" title="Ghana">Ghana</a>,<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ebenso die sechssaitige <i>aloko</i> in der Umgebung von <a href="Bouak%C3%A9" title="Bouaké">Bouaké</a>, Elfenbeinküste.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Savanne haben Stegharfen Resonanzkörper aus einer Kalebasse und weiter südlich in den Waldgebieten aus Holz.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die aufwendige <i>kasso</i> mit 22 Saiten in Gambia ist eine Variante der <i>kora</i>, ebenso die 15- bis 19-saitige <i>soron</i> (<i>seron</i>) der Maninka in Guinea. Demgegenüber steht die einfachste Form eines solchen Saiteninstruments: Die <i>bolo-bogo</i> der <a href="Senufo_(Volk)" title="Senufo (Volk)">Senufo</a> in der <a href="Elfenbeink%C3%BCste" title="Elfenbeinküste">Elfenbeinküste</a> entspricht mit ihrem leicht gebogenen Saitenträger, der in einem großen Kalebassenresonator steckt, der <i>bolon,</i> ist aber nur mit einer Saite bespannt und nähert sich instrumentenkundlich einem einsaitigen <a href="Musikbogen" title="Musikbogen">Musikbogen</a>, dessen Saite von einer am Stab angelegten Kalebasse verstärkt wird.
</p><p>Die vermutlich erste schriftliche Kunde von westafrikanischen Stegharfen stammt vom <a href="Kapverdische_Inseln" title="Kapverdische Inseln">kapverdischen</a> Geschichtsschreiber und Händler André Álvares de Almada, der sich 1578 mit <a href="Malireich" title="Malireich">malischen</a> Goldverkäufern traf. Der englische Entdecker <a href="Richard_Jobson_(Entdecker)" title="Richard Jobson (Entdecker)">Richard Jobson</a>, der 1620/1621 den Fluss <a href="Gambia_(Fluss)" title="Gambia (Fluss)">Gambia</a> erkundete, veröffentlichte 1623 in <i>The Golden Trade</i> die erste Beschreibung einer Stegharfe. Die ältesten bekannten Namen in Mande-Sprachen für Stegharfen überliefert der schottische Afrikareisende <a href="Mungo_Park" title="Mungo Park">Mungo Park</a> in seinem Reisebericht <i>Travels in the Interior of Africa</i>, der 1799 erschien. Darin werden <i>koonting</i>, „eine Art Gitarre mit drei Saiten“ (vom Typ der Binnenspießlaute <i><a href="Xalam" title="Xalam">xalam</a></i>), <i>korro,</i> „eine große Harfe mit 18 Saiten“ (entsprechend der <i>kora</i>) und <i>simbing</i>, „eine kleine Harfe mit sieben Saiten“, <i>balafou</i> (<a href="Balafon" title="Balafon">Balafon</a>), zwei Trommeltypen, Flöten, Musikbögen, <a href="Elfenbeintrompete" title="Elfenbeintrompete">Elfenbeintrompeten</a> und <a href="Glocke#Afrika" title="Glocke">Glocken</a> genannt.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bauform">Bauform</h2></div>

<p>Der Resonanzkörper der <i>bolon</i> besteht aus einer großen, annähernd kugelförmigen Kalebasse von knapp 40 Zentimetern Durchmesser oder manchmal aus zwei Hälften, die in der Mitte zusammengenäht werden. Ein kreisförmig ausgeschnittenes Loch mit ungefähr 20 Zentimetern Durchmesser ist mit Ziegenfell als Decke überzogen. Das Ziegenfell wird in nassem Zustand mit der Haarseite nach außen auf die Öffnung bis etwas über die Mitte der Kalebasse hinaus gelegt und mit Hautstreifen oder einer Schnur im Zickzack oder parallel gegen deren Unterseite verspannt. Diese Membranbefestigung ist ansonsten bei <a href="Kesseltrommel" title="Kesseltrommel">Kesseltrommeln</a> und Bechertrommeln wie der <i><a href="Djemb%C3%A9" title="Djembé">djembé</a></i> üblich, während die Hautdecke bei den meisten anderen Stegharfen mit Kalebassenresonator aufgenagelt wird. Seitlich ist ein kleineres rechteckiges oder rundes Schallloch angebracht. Der Saitenträger besteht aus einem Holzstab, der quer durch die Kalebasse gesteckt wird und am unteren Ende einige Zentimeter herausragt, weshalb auch die Klassifizierung als „Spießharfe“ (englisch <i>spike harp</i>) verwendet wird.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seine stärker als bei anderen Stegharfen gekrümmte Form soll für die Musiker an einen Jagdbogen erinnern und außenstehende Betrachter assoziieren mit einem gekrümmten Stab die Nähe zu einem <a href="Mundbogen" title="Mundbogen">Mundbogen</a>.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die schlichte Konstruktion der <i>bolon</i> erweckt auch den Eindruck, als sei sie als erste Stegharfe aus der Verbindung von einer Kalebassentrommel (vgl. <a href="Wassertrommel_(Musikinstrument)#An_der_Außenseite_angeschlagene_Hohlkörper" title="Wassertrommel (Musikinstrument)">Wassertrommel</a>) mit einem Jagdbogen entstanden.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Drei oder vier Saiten aus gedrehten Ziegenhautstreifen werden durch Löcher im Steg gezogen und dort verknotet. Der Lochsteg ist in diesem Fall zugleich der untere Saitenhalter. Die Saiten der <i>bolon</i> sind anders als bei den meisten anderen Stegharfen nur in einer Ebene angeordnet. Am Saitenträger werden sie an Schlingen aus Hautstreifen fixiert, die sich zum Stimmen verschieben lassen. Die Schlingen sind kompliziert verzopft, damit sie stramm am Stab anliegen. Durch untergeschobene kleine Holzkeile lässt sich ihre Lage zusätzlich fixieren. Diese traditionelle Befestigung der Saiten ist seit altägyptischer Zeit bei Bogenharfen und Spießlauten üblich. Erst in frühchristlicher Zeit im 1. Jahrtausend n. Chr. kam bei Spießlauten in Ägypten die Befestigung am Saitenträger mittels Wirbeln hinzu.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Moderne <i>bolon</i> können auch mit industriell hergestellten Wirbeln ausgestattet sein.
</p><p>Der Steg steht mittig auf der Hautdecke etwas schräg nach unten geneigt. Gehalten wird er durch eine Verschnürung zwischen seiner Spitze und dem Spießende des Saitenträgers. Damit er nicht von der Decke abrutschen kann, wird er von einer kleinen runden Holzplatte fixiert, die auf die Membran genäht wurde.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach der geringsten Saitenzahl aller Stegharfen und der einfachen Konstruktion zu urteilen, erscheint die <i>bolon</i> als die entwicklungsgeschichtlich älteste Vertreterin dieses Instrumententyps.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei der <i>kora</i> ist zum Vergleich die Hautdecke über eine Kalebassenhalbschale gespannt und damit so groß wie der gesamte Korpusdurchmesser. Dies sorgt für eine bessere Schwingungsübertragung, verlangt aber zur Stabilisierung des Stegs zusätzlich zwei längs unter der Decke durchgezogene Stäbe und manchmal noch einen Querstab.
</p><p>Typischerweise ist am oberen Ende des Saitenträgers eine Blechplatte (<i>nyenyemo</i>) angenagelt, die in einer am Rand umlaufenden Lochreihe kleine Metallringe trägt. Solche Pendel<a href="Rassel" title="Rassel">rasseln</a>, die durch die Bewegung beim Spiel einen geräuschhaften Ton ergänzen, kommen auch bei einigen westafrikanischen Binnenspießlauten, <a href="Pluriarc" title="Pluriarc">Pluriarcs</a>, der Kerbstegzither <i><a href="Mvet" title="Mvet">mvet</a></i> und in unterschiedlicher Gestalt bei anderen afrikanischen Musikinstrumenten vor, bei denen der „reine“ Ton verändert werden soll. Denselben Effekt haben auch die häufig an afrikanischen Instrumenten angebrachten <a href="Mirliton" title="Mirliton">Mirlitone</a>. Eine solche Blechplatte, bei der Draht durch Löcher am Rand gewickelt ist, besitzt auch eine traditionelle <i>kora</i>, wenn sie im Freien gespielt wird. Bei der kora wird die Blechplatte zur Klangverstärkung auf den Steg aufgesetzt.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Über die Klangverzerrung hinaus verstärkt die Rasselplatte bei der <i>bolon</i> die Töne besonders beim perkussiven Spiel.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Spielweise">Spielweise</h2></div>

<p><i>Bolon</i> und andere Stegharfen werden wie meisten afrikanischen Bogenharfen beim Spiel mit dem Korpus und dem Saitenträger vom Oberkörper entfernt gehalten – umgekehrt zur altägyptischen Haltung der Harfen, sodass der Musiker die Saiten direkt vor sich hat. Bei Bogenharfen wird die Spielhaltung der bolon „horizontal“ genannt zur Unterscheidung von der „senkrechten Haltung“ der ägyptischen Harfen.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Kleine Harfen können in waagrechter Haltung auch beim Gehen gespielt werden. Bei der Bogenharfe <i><a href="Kundi_(Harfe)" title="Kundi (Harfe)">kundi</a></i> sind beide Spielhaltungen üblich.
</p><p>Der auf einem Stuhl sitzende Musiker hält den Korpus der auf dem Boden stehenden <i>bolon</i> mit den Füßen und zupft die Saiten mit den Daumen von beiden Seiten. Seltener ist eine Spielhaltung im Stehen, bei der der Musiker die <i>bolon</i> an einem Band und den Hals gehängt und mit einer Hand oben am Saitenträger quer vor sich hält. Die tiefen Töne der Saiten ergänzt der Musiker durch Schläge mit den Fingerknöcheln oder den Handflächen auf den Kalebassenkorpus. Diese Abfolge von gezupften und geschlagenen Tönen ist für die <i>bolon</i> typisch, bei der <i>kora</i> wird der Korpus nur gelegentlich mit den Händen geschlagen. Zur <i>bolon</i> als Soloinstrument gehört ein eigenes Repertoire.
</p><p>Aus der vorkolonialen Verwendung als Instrument der Krieger stammt wohl die ältere Spielweise, beim Schlagen zusätzlich einen Holzstab oder Metallring zu verwenden, um den Klang des Korpus und der Rasselplatte zu verstärken. Dies steigerte die machtvolle magische Präsenz der <i>bolon</i> bei ihrem rituellen Einsatz, der sich ausschließlich an Männer richtete. Der geräuschhafte schnarrende Klang der Rasselplatte entspricht dem von <a href="Hermann_von_Helmholtz" title="Hermann von Helmholtz">Hermann von Helmholtz</a> 1885 eingeführten <a href="Psychoakustik" title="Psychoakustik">psychoakustischen</a> Begriff der „Rauhigkeit“,<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der in der afrikanischen Musik als wesentlicher Aspekt der musikalischen Ausdruckskraft gilt.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Anstatt die Krieger mit Basstönen und Schlägen lautstark für ihren Einsatz anzutreiben und bei der Rückkehr zu preisen, dient die <i>bolon</i> heute der rhythmisch differenzierten Gesangsbegleitung. Die <i>bolon</i> eignet sich zur Begleitung eines zweistimmigen Liedvortrags im Dorf<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ebenso wie für das solistische Spiel auf der Konzertbühne<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und das Ensemblespiel mit anderen Melodie- und Rhythmusinstrumenten.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Häufig wird die <i>bolon</i> zur Tanzbegleitung eingesetzt. Professionelle Tanzensembles wie <i>Les Ballets Africains</i> und das <i>Ballet Nimba</i> in Guinea verwenden <i>bolon</i> in ihren Bühnenshows.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Trotz der den Gesamtklang bereichernden Basstonlage möchten die meisten malischen Musiker keine <i>bolon</i> dauerhaft in ihrem Ensemble, weil sie mit Blick auf deren kriegerische Vergangenheit und magische Wirkung eine Spaltung ihrer Gruppe fürchten.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <i>bolon</i> wird nicht von der professionellen Musikerkaste der Griots gespielt, die früher Hofmusiker und offizielle Geschichtenerzähler für die Herrscher waren, sondern als begleitender Bass zusammen mit Griot-Instrumenten wie der <i>kora</i>, und in der nach der Region benannten Wassoulou-Musik verwendet. Die Wassoulou-Musik wurde durch Sängerinnen wie <a href="Oumou_Sangar%C3%A9" title="Oumou Sangaré">Oumou Sangaré</a> international bekannt. Malische Griot-Mitglieder sind an ihren Familiennamen erkennbar, auch manche Spieler der <i>bolon</i>, die in Gambia den Familiennamen Kamara tragen.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anders als bei der Musik der Griots gibt es aber für das Spiel der <i>bolon</i> keine Restriktionen durch eine Erbfolge. Sie darf von jedem Musiker gespielt werden.
</p><p>Eine der bekanntesten Bands der <a href="Afrikanische_Popularmusik" title="Afrikanische Popularmusik">afrikanischen Popularmusik</a> in Guinea war das 1961 gegründete <i>Orchestra de Beyla</i>, das 1966 unter dem Namen <i>Bembeya Jazz National</i> zum Nationalorchester Guineas wurde. Sie übernahmen zwar traditionelle Lieder, modernisierten aber das Instrumentarium. So ersetzten sie die <i>bolon</i> anfangs durch einen Kontrabass und später durch einen <a href="E-Bass" title="E-Bass">E-Bass</a>.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Heutige <a href="Susu" title="Susu">Susu</a>-Bands in Guinea wie die 1999 gegründete <i>Les Espoirs de Coronthie</i><sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <i>Etoiles de Boulbinet</i> verwenden neben <i>balafon,</i> Gitarre, <i>kora, djembé</i>, Perkussionsinstrumenten und dem Lamellophon <i>gongoma</i> manchmal auch eine <i>bolon</i>.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ansonsten wird die <i>bolon</i> gelegentlich in der westafrikanischen <a href="Weltmusik" title="Weltmusik">Weltmusik</a> verwendet, so in der Band des malischen <i>kora</i>-Spielers <a href="Ballak%C3%A9_Sissoko" title="Ballaké Sissoko">Ballaké Sissoko</a> (* 1967)<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der guineischen <i>kora</i>-Spieler Ba Cissoko,<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <a href="Mory_Kant%C3%A9" title="Mory Kanté">Mory Kanté</a> (1950–2020),<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ebenso in der Band von <a href="Kandia_Kouyat%C3%A9" title="Kandia Kouyaté">Kandia Kouyaté</a> (* 1958).<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der <i>bolon</i>-Spieler Habib Sangaré trat mit Oumou Sangaré und <a href="Rokia_Traor%C3%A9" title="Rokia Traoré">Rokia Traoré</a> auf, 2019 war er in <a href="Bamako" title="Bamako">Bamako</a> ein Mitbegründer des Weltmusik spielenden <i>Djiguiya Orchestra</i>.
</p><p>Wenn die zu den <a href="Diva" title="Diva">Divas</a> der malischen Musik gezählte Griot-Sängerin (<i>jelimuso</i>) Kandia Kouyaté jahrhundertealte Lieder zu Ehren großer Jäger singt und mit der „Kriegerharfe“ <i>bolon</i> instrumentiert, überschreitet sie zwar musikalische Grenzen, achtet aber darauf, das Repertoire der Jäger auf die richtige traditionelle Weise wiederzugeben. Mit dem Einsatz der <i>bolon</i> anstelle eines E-Bass und der <a href="Sanduhrtrommel" title="Sanduhrtrommel">Sanduhrtrommel</a> <i>tama</i> anstelle eines Schlagzeugs möchte sie dieser Tradition darüber hinaus Respekt erweisen.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Dennoch gilt die <i>bolon</i> und die mit ihr verbundene Musiktradition in Mali als bedroht, weswegen sie 2021 von der UNESCO in die <a href="Liste_des_dringend_erhaltungsbed%C3%BCrftigen_immateriellen_Kulturerbes" title="Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes">Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes</a> aufgenommen wurde.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Eric Charry:<i> Mande Music. Traditional and Modern Music of the Maninka and Mandinka of Western Africa.</i> (Chicago Studies in Ethnomusicology) The University of Chicago Press, Chicago 2000</li>
<li>K. A. Gourlay, Lucy Durán: <i>Bolon</i>. In: <i>Grove Music Online,</i> 2001</li>
<li><a href="Gerhard_Kubik_(Musikethnologe)" title="Gerhard Kubik (Musikethnologe)">Gerhard Kubik</a>: <i>Westafrika.</i> Band 1: <i>Musikethnologie.</i> Lieferung 11. (Werner Bachmann (Hrsg.): <i><a href="Musikgeschichte_in_Bildern" title="Musikgeschichte in Bildern">Musikgeschichte in Bildern</a>.</i>) Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1989</li>
<li><a href="Sibyl_Marcuse" title="Sibyl Marcuse">Sibyl Marcuse</a>: <i>Musical Instruments: A Comprehensive Dictionary.</i> Doubleday, New York 1964, S. 232, s.&nbsp;v. „Harp lute“</li>
<li>Ulrich Wegner: <i>Afrikanische Saiteninstrumente.</i> (Veröffentlichungen des Museums für Völkerkunde Berlin, Neue Folge 41) Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1984</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li>Chris Sylla: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gambia.co.uk/blog/the-bolon-a-rarely-seen-member-of-the-harp-family"><i>The bolon, a rarely seen member of the harp family.</i></a> gambia.co.uk</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=LtZiWtVrOVQ"><i>Bolon Bato a West African bridge harp.</i></a> Youtube-Video</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=Br8P6zvmG1Q"><i>The Bolon – Instrument of the Warrior Kings of Mandé</i>.</a> Youtube-Video (Aufnahme zwischen 2011 und 2015 von Paul Chandler. Ibrahim Traoré ist einer der letzten traditionellen Mandinka-Musiker, der <i>bolon</i> spielt.)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=o6G5vqZsGmc"><i>Mamady Kouyate – Mamady in Simbaya</i>.</a> Youtube-Video</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Eug%C3%A8ne_Mage" title="Eugène Mage">Eugène Mage</a>: <i>Voyage dans le Soudan occidental (Sénégambie–Niger).</i> Paris 1868, S. 91</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Etwa als „large arched harp“ in: K. A. Gourlay, Lucy Durán: <i>Bolon.</i> In: <i>Grove Music Online,</i> 2001; „a three stringed arched harp“ in: Graeme Counsel: <i>Mande Music.</i> In: Heidi Feldman, David Horn, John Shepherd (Hrsg.): <i>Bloomsbury Encyclopedia of Popular Music of the World.</i> Band 12:<i> Genres: Sub-Saharan Africa.</i> Bloomsbury Academic, London 2019, S. 383</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Der Name „Harfenlaute“ findet sich zuerst in anderem Zusammenhang als „harpfen lauten“ in <a href="Oskar_Doering" title="Oskar Doering">Oskar Doering</a>: <i>Des Augsburger Patriciers Philipp Hainhofer Reisen nach Innsbruck und Dresden,</i> Wien 1901, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/desaugsburgerpat00hain/page/230/mode/2up">S. 230</a>, für ein Saiteninstrument, das der Reisende <a href="Philipp_Hainhofer" title="Philipp Hainhofer">Philipp Hainhofer</a> 1629 in Dresden sah und hörte und das wahrscheinlich der Abbildung in <a href="Michael_Praetorius" title="Michael Praetorius">Michael Praetorius</a>: <i><a href="Syntagma_musicum" title="Syntagma musicum">Syntagma musicum</a></i>, Band 2, Wolfenbüttel 1619, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/SyntagmaMusicumBd.21619/page/n305/mode/1up?view=theater">Tafel XXXVI</a>, Nr. 2, entsprach.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Sibyl Marcuse: <i>A Survey of Musical Instruments.</i> Harper &amp; Row, New York 1975, S. 404</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Bernhard_Ankermann" title="Bernhard Ankermann">Bernhard Ankermann</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/bub_gb_OdcPAAAAYAAJ/mode/1up"><span style="font-style:italic;"><i>Die afrikanischen Musikinstrumente</i>.</span></a>&nbsp;– <a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a> (Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der philosophischen Facultät der Universität Leipzig) Haack, Berlin 1901, S. 12f</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Roderic Knight: <i>Towards a Notation and Tablature for the Kora and Its Application to Other Instruments.</i> In: <i>African Music,</i> Band 5, Nr. 1, 1971, S. 23–36, hier S. 24</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Roderic Knight: <i>A New Look at Classification and Terminology for Musical Instruments.</i> In: <i>The Galpin Society Journal,</i> Band 69, April 2016, S. 5–22, 154f, hier S. 6</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Sue Carole DeVale: <i>Bridge Harp.</i> In: <i>Grove Music Online,</i> 2001</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Wegner, 1984, S. 175</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Wegner, 1984, S. 160</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Gerhard Kubik, 1989, S. 188</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Eric Charry: <i>Mali. 3. Musical sources.</i> In: <i>Grove Music Online</i>, 2001</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://musicaparaver.org/instruments/2063"><i>Gingiru</i>.</a> Musica Para Ver. World Instruments (Abbildung)</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Klaus Wachsmann, Russell Kay: <i>The Interrelations of Musical Instruments, Musical Forms, and Cultural Systems in Africa.</i> In: <i>Technology and Culture</i>, Band 12, Nr. 3, Juli 1971, S. 399–413, hier S. 402: Die Autoren beziehen sich auf <a href="Marcel_Griaule" title="Marcel Griaule">Marcel Griaule</a>, <a href="Germaine_Dieterlen" title="Germaine Dieterlen">Germaine Dieterlen</a>: <i>La Harpe-luth des Dogons.</i> In: <i>Journal de la Societe des Africanistes,</i> Band 20, 1950, S. 209–228; ausführlich zitiert in Ulrich Wegner, 1984, S. 180–184</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Gavin Webb: <i>Seperewa.</i> In: <i>Grove Music Online,</i> 31. Januar 2014</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Hugo Zemp: Begleitheft zur CD: <i>Côte d'Ivoire. Baule Vocal Music.</i> Smithsonian Folkways Archival (Aufnahmen 1964–1967), 2014, Titel 11</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Eric Charry, 2000, S. 77</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Mungo_Park" title="Mungo Park">Mungo Park</a>: <i>Travels in the Interior Districts of Africa: Performed under the Direction and Patronage of the African Association, in the Years 1795, 1796, and 1797.</i> London 1799, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/travelsininteri02renngoog/page/278/mode/2up?q=">S. 278</a>; Eric Charry, 2000, S. 75</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Eric Charry, 2000, S. 76</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Klaus_Wachsmann" title="Klaus Wachsmann">Klaus Wachsmann</a>: <i>Tribal Crafts of Uganda. Part Two: The Sound Instruments.</i> Oxford University Press, London 1953, S. 394</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Eric Charry, 2000, S. 75</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Ricardo_Eichmann" title="Ricardo Eichmann">Ricardo Eichmann</a>: <i>Extant lutes from the New Kingdom and the Coptic Period of Ancient Egypt.</i> In: <i>Iconea</i>, 2011, S. 25–37, hier S. 27</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=zh2K72VscJM&amp;list=UUXef6VeDu2ICUQiDH56K8xQ"><i>MakingBolon.wmv.</i></a> Youtube-Video (Herstellung einer <i>bolon</i> in einzelnen Bildern)</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Eric Charry, 2000, S. 77</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Roderic C. Knight: <i>Kora. 1. Morphology.</i> In: <i>Grove Music Online,</i> 2001</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Gerhard Kubik: <i>Theory of African Music.</i> Band 1. (1994) University of Chicago Press, Chicago 2010, S. 99</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Stephan Reisigl: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://homepage.univie.ac.at/christoph.reuter/unterwegs/DGM2015_Poster_2015_Reisig_final.pdf"><i>Der Einfluss inharmonischer Teiltonreihen auf die Konsonanz- und Dissonanzwahrnehmung.</i></a> Universität Wien, Vortrag am Institut für Musikwissenschaft auf der Jahrestagung 11.–13. September 2015</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Merlyn Driver: <i>The Buzz Aesthetic and Mande Music: Acoustic Masks and the Technology of Enchantment.</i> In: <i>Journal of the International Library of African Music</i>, Band 10, Nr. 3, November 2017, S. 95–118, hier S. 96, 106</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=ucLRjbUr4zs"><i>Toumani Doumbia – Bolon Pt.2.</i></a> Youtube-Video</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=EEb9h8FDY2s"><i>Adama Koeta, au Bolon.</i></a> Youtube-Video</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=yjoHfxyenco"><i>Guinean song with bolon, gongoma and balafon.</i></a> Youtube-Video (Musik aus Guinea: zwei <i>bolon</i>, ein <i><a href="Balafon" title="Balafon">balafon</a></i> und mehrere <a href="Lamellophon" title="Lamellophon">Lamellophone</a> <i>gongoma</i>, die gezupft und geschlagen werden)</span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://tuka-tuka.com/listening-in-understanding-more-the-bolon-2/"><i>Listening In, Understanding More: The Bolon.</i></a> tuka-tuka.com</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">Lucy Durán: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://eprints.soas.ac.uk/15829/1/Toumani_Diabate_The_Kora_Tales_of_a_Frontier_Instrument.pdf"><i>Toumani Diabaté. The kora: tales of a frontier instrument.</i></a> (World Circuit Records, 2008) SOAS Research Online, University of London, 25. März 2013</span>
</li>
<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">Roderic Knight: <i>Gambia, Republic of. 2. Music of the main ethnic groups. (i) The Mandinka.</i> In: <i>Grove Music Online</i>, 2001</span>
</li>
<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Evelyn Bott: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ifeas.uni-mainz.de/files/2019/07/Bott.pdf"><i>Salif Keita: „Les belles choses derrière le mur“ – von Marginalisierung zu Weltruhm.</i></a> (Magisterarbeit) Institut für Ethnologie und Afrikastudien (Arbeitspapiere Nr. 48), Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 2004, S. 70</span>
</li>
<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=8EYyiw_9cd8"><i>Les Espoirs de Coronthie – 5.</i></a> Youtube-Video</span>
</li>
<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text">Nomi Dave: <i>The Politics of Silence: Music, Violence and Protest in Guinea.</i> In: <i>Ethnomusicology,</i> Band 58, Nr. 1, Winter 2014, S. 1–29, hier S. 6</span>
</li>
<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://worldmusiccentral.org/2018/10/11/artist-profiles-ballake-sissoko/"><i>Artist Profiles: Ballake Sissoko.</i></a> World Music Central</span>
</li>
<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://worldmusiccentral.org/2017/06/07/artist-profiles-ba-cissoko-2/"><i>Artist Profiles: Ba Cissoko.</i></a> World Music Central</span>
</li>
<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://worldmusiccentral.org/2018/07/01/artist-profiles-mory-kante/"><i>Artist Profiles: Mory Kanté.</i></a> World Music Central</span>
</li>
<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.feileafrica.com/kandia_kouyate.htm">Mali's Kandia Kouyate.</a> feileafrica.com</span>
</li>
<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Lucy Durán: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.researchgate.net/profile/Lucy-Duran/publication/347758271_Women_Music_and_the_Mystique_of_Hunters_in_Mali/links/6278cd582f9ccf58eb38b742/Women-Music-and-the-Mystique-of-Hunters-in-Mali.pdf"><i>Women, Music, and the “Mystique” of Hunters in Mali.</i></a> In: Ingrid Monson (Hrsg.): <i>African Diaspora: A Musical Perspective.</i> Taylor and Francis, London 2003, S. 136–186, hier S. 169</span>
</li>
<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://ich.unesco.org/en/USL/cultural-practices-and-expressions-linked-to-the-mbolon-a-traditional-musical-percussion-instrument-01689"><i>Cultural practices and expressions linked to the 'M’Bolon', a traditional musical percussion instrument.</i></a> UNESCO</span>
</li>
</ol></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-11-27" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Bolon&amp;oldid=261911141">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>